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Earth is the only planet, who is not named after a god.

Freitag, 2. April 2010

Die Vorgeschichte

So, wie hat alles eigentlich angefangen? Wie kam ich überhaupt auf die Idee ein Jahr im Ausland zu verbringen und wie wurde es dann letztendlich USA? Das will ich euch hier alles so bisschen erzählen!

Angefangen hat eigentlich alles damit, dass doch so manche Cousins und Cousinen von mir ebenfalls ein Jahr im Ausland verbracht haben. Einerseits in den USA, aber auch in Tschechien, Peru und Spanien. Ich konnte mir das selber nie vorstellen. Hab immer gedacht, ich würde mich das nie trauen und die Sprache... Ach ich hab also echt nicht damit gerechnet. Ich war immer beeidruckt, wie man sich überwinden kann ein Jahr lang weg von der Familie, den Freunden und überhaupt dem gewohnten Umfeld zu sein, aber jetzt bin ich selber in der Position, dass alles für eine Zeit lang zu verlassen.
Anfang des Schuljahres wurde uns dann in der Schule ein Austauschjahr (ATJ) vorgestellt. Es kamen paar Schüler der Organisation (Orga) "INTO" und erzählten uns bisschen was und teilten auch Prospekte aus. Da hat es bei mir irgendwie total "klick" gemacht. Ich bekam total Lust und informierte mich über sämtliche Orgas' per Internet. Ich hab mir dann auch viele Erfahrungsberichte durchgelesen und mich dann letztendlich für AFS entschieden. Mit dieser Orga hatten bereits meine Verwandten gute Erfahrungen gemacht und auch das Gesamtbild gefiel mir sehr gut, sodass ich mich dann daran setzte meine 1. Bewerbung vorzubereiten.  Ich entschied mich also tatsächlich dafür, alles hinter mir zu lassen und ein ATJ zu machen:-)
Einen Lebenslauf, eine Selbstbeschreibung und Motivationsgründe für ein ATJ zu schreiben ist gar nicht so leicht und auch die Zeit drängte etwas. Denn Mitte Oktober war bereits Bewerbungsschluss. Allerdings schaffte ich das alles und schon bald drauf flatterte ein Brief von AFS ins Haus zu einem Vorbereitungswochenende auf dem Feldberg in einer JuHe. Gespannt fieberte ich dem 06.-08.November 2009 entgegen und endlich war es dann soweit. Mein Onkel fuhr mich dankenswerter Weise hoch und das 1. kleine Abenteuer begann. Ich kannte gar keinen und erfuhr erst später, dass auch 2 aus meiner Stufe dort oben waren. An diesem Wochenende wollte AFS einfach herausfinden, wem sie es zutrauen ein Jahr weg zu sein und bei wem es Schwierigkeiten geben könnte. Wir machten jede Menge Spiele, die zeigten wie gut man im Team (Toll ein anderer machts :D) arbeiten kann und wie sachlich man diskutieren kann undundund. Nichts desto trotz war es ein Wochenende, wo man sich auch unter den "Wannabes" (die, die ein ATJ machen wollen) näher kennen lernte. Wir schafften es sogar einen Geburtstag zu feiern, obwohl wir "nur" ca. 60 "Wannabes" an einem Wochenende waren.  Man tauschte erste Adressen und Telefonnummer aus und war gespannt wer am Ende tatsächlich angenommen wurde und wer nicht.
Drei Tage später (am 11. November) kam dann auch schon tatsächlich die Zusage, dass ich Mitte 2010 vorraussichtlich abreisen dürfe und dass ich angenommen war. Die Freude war natürlich erst mal riesig! :-)

Jetzt hatte ich allerdings nicht weniger zu tun...
Als erstes sollte ich den Länderpräferenzbogen ausfüllen und ihn innerhalb einer Woche zurück schicken. Wie der Name schon sagt ist das ein Bogen in den man seine Präferenzländer aus ingesamt 49 eintragen sollte. Man sollte 8 Stück mit ":-) :-)" oder mit ":-)" ausfüllen. Ich nahm das Risiko in Kauf und machte nur bei USA ein ":-) :-)" hin, sodass ich hoffen musste, dass ich dort auch wirklich angenommen werde. Meine 2.Präferenzen waren: Australien, Finnland, Frankreich, Norwegen, Portugal, Schweden und Spanien. Also ich wollte ganz klar in die USA. Mein Hauptgrund ist das dortige Sportangebot. Für mich ist Leichtathletik einfach super wichtig und ich bin mir sicher, dass in den USA einfach die besten Möglichkeiten dazu sind. Sicher ist es mir auch wichtig, dass ich danach fießend Englisch kann, aber genauso diese interantionalen neuen Freundschaften zu schließen. Zudem wird es sicherlich wahnsinnig interessant sein die amerikanische Kultur zur erleben und überhaupt die Gedanken der Amerikander etwas zu verstehen. Ich bin gespannt wie es wird!
Auf jeden Fall sollte ich dann bis Ende November meine Bewerbung (die, die dann auch ins Gastland geschickt wird) fertig machen. Das heißt nochmal viele Bögen Papier ausfüllen und ausfüllen lassen. Ob von den Lehrern, einem Arzt oder den Eltern. Auch sollte ich eine Fotocollage machen, indem ich meine Familie, meine besten Freunde, meine liebsten Hobbys und meine Region etwas vorstelle. Zudem einen ca. 2-seitigen Brief an meine zukünftige Gastfamilie schreiben. Das natürlich auf Englisch. Ich schrieb ihn dann also einfach mal so, wie ich dachte und ging ihn danach mit meiner Cousine auf grobe Fehler durch.Ich dank dir Barbara:-)!
Ich schaffte es dann am Ende tatsächlich die nahezu 20 Seiten auszufüllen oder selber zu schreiben/gestalten und schickte sie pünktlich zum 27. November ab. Meine Reisepasskopie konnte ich zum Glück später noch nachreichen, da ich ihn erst noch beantragen musste, damit er auch lang genug gilt.
Dann kam die Zeit des gespannten Wartens. In welches Land werde ich wohl kommen? Wird es USA sein? Was mach ich, wenn es nicht USA ist? Am 5. Dezember kam dann endlich der Brief, dass ich für die USA vorgeschlagen bin und die Orga im Gastland es nur noch bestätigen muss, was in 95% der Fälle geschieht. Also bin ich mal sehr zuversichtlich. Ich wüsste auch nicht was dagegen spricht, da ich kein Tierhaarallergiker bin oder sonstige Allergien hab und auch einer normaler "Esser" bin.
Klar war, dass ich irgendwann noch den Englisch-Test "SLEP-Test" schreiben musste, den alle Hopees (ja wir sind mittlerweile Hopees:-) das sind die, die hoffen, dass das ATJ gut wird), die in die USA wollen machen müssen. Den sollte ich dann auch am 06. Februar 2010 schreiben. Ich hatte überhaupt keine Bedenken und lernte natürlich auch nicht, da ich dachte, dass ich ihn einfach schreiben muss und egal wie er wird, weg darf. Als ich dann bei einem meiner Betreuer ankam, bei dem wir den Test schrieben hieß es plötzlich, dass man 60% von 140 Fragen richtig beantworten musste. Es war ein Multiple-Choice-Test mit 70 "Hörfragen" und 70 "Schreibfragen". Lernen konnte ich eh nicht mehr also fing ich einfach an zu schreiben und hoffte, dass es langen würde. So schwer war er allerdings nicht, sodass ich am Ende 20 Fehler (85% richtig) hatte und ohne Probleme bestand - ohne zu lernen :D
Langsam wurde es Zeit mein Reisepass zu beantragen. Ich hatte noch bis Ende März Zeit ihn abzuschicken, allerdings benötigte es nochmal ca. 4 Wochen Zeit von der Beantragung bis zur Ausstellung.
Ich hatte dann allerdings das Technikwunder Mitte März und hatte noch genug Zeit eine Kopie anzufertigen. Aber was da jetzt alles drin ist! Meine Fingerabdrücke, biometrisches Bild, sämtliche Daten von mir... Viel zu viel und ich weis ja auch nicht für was das gut sein soll aber gut :-)
Also schickte ich die Kopie am 22. März weg und sie kam auch an, sodass meine Bewerbung nun wirklich vollständig war und ich auf die nächsten Schritte warten konnte :-)

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